Bericht von Chris Freimüller über Neujahrstraining:

 

Vom 27.12.05 bis zum 05.01.06 fand in Cadiz / Spanien das zweite internationale Neujahrstraining statt. Team Deutschland war mit 12 von insgesamt etwa 75 Surfern vertreten. Es wurde ausschließlich auf dem neuen Olympiaboard RS:X gesurft. Die ersten Trainingstage war bei leichtem Wind von 4 – 9 Knoten fast nur pumpen angesagt. Jeden Tag ging es knapp über 4 Stunden aufs Wasser, verteilt auf 2 Einheiten. Morgens wurde in kleineren Gruppen meistens Technik trainiert. Nachmittags hieß es dann Erfahrung sammeln bei Rennen mit den anderen Nationen. Hier konnte man schon erkennen, dass die Franzosen den meisten einen Schritt voraus waren.

Am ersten Regattatag am 02.01.06 kamen jedoch komplett andere Bedingungen auf die Surfer zu, als sie im Training vorwiegend vorherrschten. Ablandiger Wind mit 14 knoten machte im Herren Feld mit 9.5 qm² Segel 3 Gleitwettfahrten möglich. Bei den Damen und im Youthfleet mit 8.5er Segel und 60er Finne wurde jedoch ständig zwischen Schiene hinten und vorne gewechselt, was sicher lästig war, die Sache aber auch auf eine gewisse Art spannend machte. Am zweiten Tag wurden wieder 3 Rennen mit ablandigem Wind von 16 – 17 Knoten gefahren. Nicolas Huguet FRA8 baute seine Führung die er sich am ersten Tag schon holte noch etwas aus. Auf den ersten 5 Plätzen bei den Herren lagen zur Halbzeit wie schon fast erwartet 5 Franzosen. Am dritten Tag stellte sich die Frage die Mastschiene vorne zu fahren nicht! Bei bis zu 20 Knoten wurde es für leichte Fahrer schon fast zum Kampf an die Luvtonne zu gelangen. Mit erneut 3 Rennen lagen die Veranstalter optimal im Zeitplan. Am vierten und letzten Tag wurde um 11Uhr zunächst die Startverschiebung gezogen weil von Wind überhaupt keine Spur war. Dies blieb auch bis zum Tagesende so, somit führten bei den Herren 5 Franzosen, in der Youthklasse 3 und auch bei den Damen stand eine Französin auf Platz 1. Das beste Deutsche Ergebnis lieferte Formulafahrer Vincent Langer GER122 mit Platz 10, dicht gefolgt von Jan Sandmann GER7 auf Platz 11.

Bei diesem Training ging ganz klar hervor, dass es noch einiges zu testen gibt und dass es sicher noch eine Weile dauert bis alles perfekt auf dem RS:X läuft! Soweit meine Eindrücke vom Training und der Regatta. Bis dahin HANG LOOSE

Chris Freimueller GER550