RS:X Cadiz Training 25.-29. Januar 06 – Bericht von Chris Freimüller

 

Am Mittwoch den 25.01 startete ich mit knapp einer Stunde Verspätung zu meinem 4-tägigen Training in Cadiz ( Spanien ). Der Flug nach Jerez de la Frontera über Palma de Mallorca zog sich über 5 Stunden bis ich schließlich pünktlich um 11:50 landete. Am Hafen angekommen erwartete uns gleich einmal Wind mit bis zu 39 Knoten. Es war sofort klar, dass diese Bedingungen mit dem 9.5er Segel und dem neuen Brett nicht fahrbar sind, jedoch wurde trotzdem aufgebaut um so schnell wie möglich auf dem Wasser zu sein wenn der Wind abflauen würde. Nach 2 Stunden warten gingen schließlich 3 Spanier aufs Wasser. Es dauerte keine 15 Minuten bis der erste so unglücklich stürzte, dass er am Land angekommen nicht mehr laufen konnte und nur noch vor Schmerzen geschrieen hat. Nachdem erst direkt ins Krankenhaus gefahren wurde war für uns auch klar, dass heute keiner mehr aufs Wasser gehen wird. Der Abend wurde dann noch für einen kurzen Lauf am Strand und zum relaxen genutzt. Der zweite Tag begann vielversprechender. Ebenfalls mit viel Wind, aber bei 18 – 22 Knoten und einem Meter Welle stellte sich die Frage nicht aufs Wasser zu gehen nicht. Bei angenehmen 14 Grad wurden dann über 2 Stunden auf dem Wasser verbracht. Die relativ kurze Mittagspause verbrachte ich mit Essen und Schlafen. Bis es mittags bei abgenommenem und gedrehtem Wind von 17 – 20 Knoten und knapp über 2 Meter Welle noch mal 2 Stunden aufs Wasser ging. Eine optimale Ausbeute mit über 5 Stunden Sport am Tag inklusive täglichem Morgensport und Auslaufen am Abend. Der dritte Tag begann mit strömendem Regen und Kälte, somit fiel die erste Einheit gleich mal ins Wasser. Mittags gegen 15 Uhr hörte der Regen dann schließlich auf und es waren noch mal 2 Stunden auf dem Wasser drin. Mit Wellen die sich teilweise über 3 Meter hoch aufbäumten und Wind von 21 Knoten am Anfang ( später abnehmend auf weniger als 10 Knoten ) war es doch schon ganz schwierig das Brett unter Kontrolle zu halten. Zudem war es mit der leichten Bekleidung eines kurzen Anzuges bei 11°C verdammt kalt für mich! Der letzte Tag begann wieder mit zu viel Wind. Morgens wurden im Hafenbecken in den Spitzen wieder bis zu 35 Knoten gemessen. Der Wind hat gedreht und kam ablandig. Es war noch knapp ein Meter Welle vom Vortag da, der genau gegen die Windwelle von heute prallte. Dies machte es äußerst kabblig und sehr ungewohnt mit Wellen von allen Seiten. Gegen später wurde der Wind dann weniger und es ging nochmals für eine Einheit mit knapp 2 Stunden aufs Wasser. Solch schwierige Bedingungen wie sie an diesem Tag vorherrschten bin ich bisher mit dem RS:X noch nie gefahren. In Böen mit bis zu 25 Knoten Wind kam das Brett doch schon mal zum fliegen. Mit der richtigen Technik und der Mastschiene auf Position 6 war es jedoch auch für mich mit meinen 62kg gut möglich mitzufahren, wobei man sagen muss, dass dies schon grenzwertige  Bedingungen waren. Am 29.01 gegen 12 Uhr hieß es dann wieder Tschüs Spanien und es ging wieder über Mallorca zurück ins kalte Deutschland. Zu Hause angekommen galt es erst mal die 3 verpassten Tage Schule nachzuholen und sich wieder an die eisigen Temperaturen gewöhnen. Aber in knapp 4 Wochen geht’s ja schon wieder ins sonnige Spanien (meine zweite Heimat über den Winter)!!!