Windsurfklub Nordschwarzwald  e. V. Calw  war Ausrichter der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft auf dem Gr. Brombachsee in Franken.

ENDERNDORF  – Das Finale der deutschen Surfbundesliga des Jahres 2007 wurde mit acht Wettfahrten auf dem Großen Brombachsee abgeschlossen. Der Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters ging an den Yachtclub Paderborn, Zweiter wurde der Vorjahressieger  das Team des WCW Lippstadt vor der  Mannschaft  des DSVE Salzgitter. Der RSC Chiemsee kam auf den vierten Rang.  Das beste Jugendteam kam mit dem YC Berlin-Grünau aus Berlin. Zweiter in der Jugendklasse das Team aus Hamburg mit dem WC Hamburg. Dritter das 2. Jugendteam des YC Berlin – Grünau, auf Platz 4 das Jugendteam des TKJ Sarstedt und Platz 5 das 3. Jugendteam von YCBG.
Sieger in der Mannschaftsklasse der Senioren wurde das Team aus Paderborn vor dem Team SG am Müggelsee. Das  beste Team in der Frauenklasse kam vom Brühler SC.

„Am Anfang hatte ich Bedenken, dass die Windverhältnisse hier am Brombachsee für die Meisterschaft ausreichen. Erst jetzt kann ich das herrliche Revier so richtig genießen“, so äußerte sich bei der Siegerehrung Peter Kumpf aus Warendorf, der Vizepräsident der Deutschen Windsurf Vereinigung und Abteilungsleiter der Olympiaklasse, der beim Bundesligafinale der Surfer auf dem Großen Brombachsee in Franken als Regattaleiter fungierte. So konnte Pit Kumpf am ersten Wettfahrttag auch nur zwei Durchgänge über die Kursbahn bringen, einen dritten Lauf in den Abendstunden startete er nicht mehr, was sich im Nachhinein als völlig richtige Entscheidung erwies, da der Westwind dann innerhalb weniger Minuten einschlief.

Der zweite Wettfahrttag brachte weitere vier Läufe für die Ergebnisliste und damit auch die notwendige Anzahl der Durchgänge, mit denen die Meisterschaft Gültigkeit hatte. Erst am dritten Tag aber machte es den Wassersportlern bei den beiden abschließenden Läufen so richtig Spaß. Bei Windstärke vier und darüber flitzten die Longboards der aus ganz Deutschland nach den Vorentscheidungen in den Ligen „Nord“,  „West“ und „Süd“ an den Brombachsee gekommenen Surfer über die fränkischen Fluten.

Als Ausrichter des diesjährigen Finales fungierte der Windsurfingclub Nordschwarzwald Calw, der schon viele Jahre den Altmühlsee und den Großen Brombachsee als zweites Heimatrevier nutzt. Zu Gast war der WSN Calw im Clubhaus der Wassersportgemeinschaft Rangau in Enderndorf, dessen Vorstand Holger Kreß zusammen mit seinem Stellvertreter Hans Straßburger die in 17 Mannschaften zwischen zwei und maximal vier Sportlern angetretenen 51Surferinnen und Surfer als „nettes Völkchen“ bezeichneten, die gern gesehene Gäste im Club seien.

Gesurft wurde mit dem Longboard. Diese 3,60 Meter bis 3,90 Meter langen Boards mit einklappbarem Schwert und einem große Volumen von 235 bis 290 Litern sind für die guten Fahreigenschaften in einem breiten Einsatzbereich für Windstärken von zwei bis 35 Knoten bekannt. Ein besonders hohes Leistungsniveau gibt es in der früheren Olympiaklasse „Mistral“.

Günther Henne, der Vorsitzende des Ausrichtervereins WSN Calw, dankte bei der Siegerehrung für das faire Surfen aller Teilnehmer, auch wenn Schiedsrichterobmann Manfred Behrendt, Vorstandmitglied des Segler-Verbandes Nordrhein-Westfalen, einmal das Schiedsgericht einberufen musste. Die Urkunde und Meisterplakette für den Deutschen Mannschaftsmeister im Surfen überreichte Henne an das Team Yachtclub Paderborn 2 mit Philipp Oesterle und Stefan Zimmer (89 Punkte). Die weiteren Plätze belegten der WCW Lippstadt (100 Punkte), der DSVE Salzgitter (102 Punkte) und der Regatta Surf Club Chiemsee mit Alfred Dillmann / Rolf Huber / Christoph Liese / Toni Stadler (149 Punkte). In der Einzelwertung  siegte Phillip Osterle  Paderborner YC  mit 15 Punkten. Andre Hartung  DSVE Salzgitter  wurde mit 18 Punkten Zweiter. Toni Stadler RSC Chiemsee  kam mit 38 Punkten auf den 3. Rang. Elias Baganz YC Berlin-Grünau war bester Jugendlicher Surfer , Walter Radeke Paderborner YC bester Master und Susanne Striepe-Langer Lübecker YC beste Dame.

Bericht von Manfred Fritsche