Sebastian Kördel
bester Jugendlicher U 20 beim Euro-Cup auf dem Silvaplanasee
und gleichzeitig bester Deutscher beim legendären Engadiner Surfmarathon.
Lange mussten die 66 gemeldeten Surfer aus 20
Nationen auf ihren ersten Start für den Eurocup auf dem Silvaplanasee warten, das Wetter machte der Rennleitung die
ersten zwei Renntage lang einen Strich durch die Rechnung. Der Wind blies
beständig aus Nord über den Julierpass. Erst am Sonntag klarte das Wetter auf
und der Thermikwind stellte sich pünktlich um 12.00 Uhr ein, sodass der erste
Lauf für den Eurocup, der legendäre 30. Engadiner Surfmarathon, gestartet
werden konnte. Ein über den ganzen See gelegter Kurs musste 5
mal umrundet werden. 42,5 km lang. Unter den teilnehmenden Surfern befanden
sich Surfgrößen wie Bjorn Dunkerbeck,
der amtierende Weltmeister Steve Allen aus Australien, der Brasilianer Schurmann,
Jesper Vesterstrom aus Dänemark usw., mit dabei vom
Bodensee war ebenfalls der 16-jährige Sebastian Kördel
aus Aach, der in diesem Jahr altergemäß zum ersten
Mal bei den U 20 gewertet wurde. Nach einem verpatzten Start arbeitete der Lorch-Team-Fahrer Kördel sich
kontinuierlich nach vorne und umrundete die Lee-Tonne bereits als 22., in der Gesamtwertung
und damit als bester Deutscher in dem international stark vertretenen
Teilnehmerfeld. In der letzten Runde, Kördel war
bereits bis auf Platz 18 vorgefahren, kollidierte der
Friedrich-Wöhler-Gymnasiast auf Raumwindkurs ( ca. 50 km/h schnell) mit einem
nicht regattierenden Surfer, der sich regelwidrig auf
der Regattabahn aufhielt. Durch seinen Sturz musste Kördel
4 Regatteure vorbeilassen. Er beendete diesen Lauf jedoch,
trotz des Missgeschickes immerhin noch als bester Deutscher auf dem 22. Platz
mit einer Gesamtzeit von 1 Stunde und 7 Minuten. Der Weltmeister Steve Allen
gewann diesen Lauf mit einer Gesamtzeit von knapp einer Stunde. In den
nachfolgenden zwei Läufen zum Eurocup, stellte Kördel
erneut seine gute Performance unter Beweis und konnte seinen 22. Platz in der
Gesamtwertung aller Fahrer verteidigen. Gleichzeitig bedeutete dies den ersten
Platz in der U 20 Wertung.
Im nachfolgenden
Fernsehinterview gestand der sympathische Blonde mit der Segelnummer GER-220,
befragt nach seinem sensationellen ersten Lauf, dass das
Set-up seines Materials durch seinem Finnensponsor Hurricane-Fins optimal passen würde.


