Neil
Pryde RS:X Europameisterschaften 2006 Alacati /
Türkei - Bericht übernommen von Wiebke Sradnick´s
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Vom 3.6.
bis zum 17.6. fand in Alacati/Türkei unsere
diesjährige Europameisterschaft statt. Wir waren schon eine Woche eher
angereist, um uns an die Temperaturen gewöhnen zu können. Außerdem hatten wir
so die Möglichkeit, mit anderen Nationen noch ein paar Trainingsrennen zu
fahren. Das ist immer sehr praktisch, um noch einige Starts mit vielen Gegnern
zu trainieren und so das Revier besser kennen zu lernen.
Freitag der 9.6. war der letzte Tag bevor die Europameisterschaft losgehen
sollte. Wir gingen diesen Tag nicht surfen, denn wir brauchten einen Ruhetag.
Um noch ein bisschen zu regenerieren war ich im Pool schwimmen. Außerdem
mussten wir an diesem Tag unser Material vermessen lassen, das heißt es wurde
gewogen, ausgemessen und kontrolliert.
Am nächsten Tag begann dann die Regatta. Sechs Tage lang kämpften wir nun um
eine bestmögliche Platzierung.
Die ersten Tage liefen bei mir recht gut. Wir hatten leichten ablandigen Wind,
ohne Welle. Da der Wind sehr böig und unkonstant kam, waren die Rennen taktisch
sehr anspruchsvoll. Nach drei Tagen und somit einem Tag vor dem Ruhetag, befand
ich mich auf Platz 15. Somit war ich in der ersten Hälfte. Ich war zufrieden,
denn somit hätte ich meine Zielstellung erfüllt.
Dann kam der Layday. Den Ruhetag nutzten die einen um
locker laufen zu gehen, andere waren schwimmen. Am Nachmittag fuhren wir dann
noch kurz in der Stadt, um ein paar Dinge zu besorgen.
Nach dieser kleinen Auszeit ging es mit der Regatta weiter. Für mich war von
der Platzierung her noch so gut wie alles möglich, denn die Punkteabstände
waren sehr gering.
Doch es sollte ein Tag werden, an dem auch eine Menge Glück gefragt war. Der
ablandige Wind traf fast unberechenbar aufs Wasser. Hatte man Glück bekam man
einen kleinen Windstrich und war schon fast an der Luvtonne oder man hatte eben
Pech und stand im Windloch und kam ewig nicht raus. Leider hatte ich in beiden
Rennen jede Menge Pech. Im 2. Rennen war ich z.B. bis über die Hälfte des
Rennens unter den Top 10. Doch dann bekamen die Surfer, die weit hinter mir
waren eine Privatböe und fuhren im Bogen an uns vorbei. Da kann man nichts
machen, denn in dem Moment waren die Gegner dreifach so schnell. Somit beendete
ich dieses Rennen auch sehr schlecht! Das war frustrierend!
Am letzen Tag war dann zu meinem „Glück“ auch noch leichter auflandiger Wind.
Das heißt wenig Wind mit einer kappeligen Welle.
Diese Bedingungen sind der Tod für mich, denn ich kann nie den Speed bekommen, wie die kleineren und leichteren Mädels.
Ich habe einfach keine Chance mitzuhalten! Somit spiegelte es sich auch bei
allen schwereren Mädels und Jungs in den Ergebnissen wieder. Es ist super
frustrierend, aber was soll man machen?
Wir entschieden uns feiern zu gehen, denn es war für uns der letzte Surftag, am
nächsten Tag waren nur noch die Medalraces. Diese
Rennen dürfen nur die 10 Besten fahren. Insgesamt belegte ich den 20.Platz. Für
meine erste Europameisterschaft und als jüngste Teilnehmerin trotzdem noch ein
ganz passables Ergebnis.
Die Medalraces schaute ich mir von Land aus an.
Danach hatte der Veranstalter noch zum Funnyrace
geladen. Pünktlich zum Regattaende bekamen wir schöne
Gleitbedingungen! Es war sehr lustig und für die ersten fünf gab es dann von
Oakley gesponsorte Preise. Ich bekam ein T-Shirt.
Am Abend war dann Siegerehrung und danach spielte am Strand eine Band und so
tanzten wir noch lange bis in die frühen Morgenstunden. Es war eine tolle
Atmosphäre- sternenklarer Himmel und das Rauschen des Meeres im Hintergrund.
Am 17.6. ging es dann wieder Richtung Flughafen. Dort veranstalteten wir ein
riesiges Chaos, denn 30 Sportler hatten den gleichen Flug von Izmir nach
Istanbul gebucht und alle hatten eine Materialbestätigung. Das passte natürlich
nicht alles in ein Flugzeug. Somit war der ganze Flughafen mit Surfmaterial vollgepackt und wir haben Stress gemacht, weil wir alle
Anschlussflüge hatten, aber unser Material auch mitnehmen wollten. So wurden
wir auf die verschiedensten Flüge aufgeteilt. In Tegel angekommen war es dann
passiert – mein Board war nicht mitgekommen. Na hoffentlich ist es bis Montag
da, denn dann geht es nach Kiel.