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Raceboard News

11.09.2019 - Bericht Bundesligafinale 2019

Großenbrode holt sich Deutschen Mannschaftstitel
Überlegener Sieg von Andre Hartung in der Einzelwertung

Sieben Mal in den letzten 10 Jahren hatten die Raceboardsurfer des RSC Chiemsee 1 den Titel des Deutschen Meisters der Mannschaftsbundesliga nach Prien geholt. Deshalb waren sie auch diesmal Mitfavoriten für das Bundesligafinale, das vom 6.-8. September am Dümmer See in Niedersachsen stattfand. 23 Teams mit insgesamt 68 Startern aus den Bundesligen Süd, West und Nord/Ost hatten sich qualifiziert. Die Chiemseer wussten, dass vor allem die Mannschaften des DWSC Großenbrode 1 und 2 und des SC Mainz viel trainiert hatten, um den Prienern nach zwei Jahren wieder einmal den Titel abzujagen.


Die Meisterschaft war am ersten Tag geprägt von Traumbedingungen mit Sonne und Wind mit gut 4 Beaufort, aber auch drehendem Wind. Deshalb war neben der Surftechnik vor allem Gespür für die Revierbedingungen und Wendemanöver zum richtigen Zeitpunkt gefragt. Nach dem Reglement kamen bei jeder Wettfahrt die beiden Besten jeder Mannschaft in die Wertung. Nach drei Wettfahrten lag die Mannschaft Großenbrode 2 mit Fabian Grundmann und Robert Schulz knapp vor dem Chiemseeteam. Da Großenbrode am Freitag nur mit zwei Startern angetreten war, konnten sie sich keine Ausrutscher, etwa einen Frühstart, leisten. In der vierten Wettfahrt belegten Toni Stadler und Stephan Hecker die Plätze 3 und 4, Großenbrode nur die Ränge 2 und 16, so dass das Chiemseeteam nach dem ersten Wettfahrtag mit drei Punkten vor Großenbrode 2 und dreizehn Punkten vor Großenbrode 1 in Führung lag, dahinter dann das Mainzer Team.


Am zweiten Wettfahrtag ließ der Wind zunächst zu wünschen übrig. Die Wettfahrtleiter Thomas Michaelis und Eveline Kleine holten alle Surfer aufs Wasser, da sie wussten, dass insbesondere die Gruppe der Jugendsurfer im Rahmen ihrer Deutschen Meisterschaft noch mindestens 2 Wettfahrten für einen offiziellen Titel brauchten. Nach langem Warten brachen die Surfer mehr selbständig als vom Wettfahrtleiter angeordnet ab und fuhren an Land. Während sich die Surfer an Land erholten, blieben die Wettfahrtleiter geduldig draußen und wurden tatsächlich noch belohnt:  bei kurzzeitig aufkommendem Wind konnten am späten Nachmittag doch noch zwei Schwachwindwettfahrten durchgeführt werden. In der ersten Wettfahrt konnte vom Chiemseeteam lediglich Stephan Hecker mit einem fünften Platz mithalten, Toni Stadler und Frank Spöttel erwischten bei der ersten Kreuzstrecke die falsche Seite. Fabian Grundmann und Robin Schulz aus Großenbrode hingegen erreichten in dieser Wettfahrt die Plätze 2 und 3, so dass sie mit sechs Punkten Vorsprung die Führung übernahmen. Diesen Vorsprung konnten die Chiemseer in der zweiten Wettfahrt des Tages nur um einen Punkt reduzieren. Weitere Teams hatten für den Titel schon einen zu großen Rückstand.


Am dritten Wettfahrtag brannten die Priener darauf, sich die Führung zurückzuerobern – aber totale Flaute ließ bis zum Ende der Veranstaltung keine Wettfahrt mehr zu. Damit holte sich das Team Großenbrode 2 verdient den Deutschen Meistertitel, vor dem RSC Chiemsee 1, Großenbrode 2 mit Andre Hartung, Lars Deiterding, Walter Radeke und Thomas Stolarski und dem SC Mainz 1 mit Fabian Aldinger, Markus Bouhier und Jennifer Bender.


In der Einzelwertung war ein Trio klar vor den übrigen Tweilnehmern: wieder einmal überragend der Sieger Andre Hartung aus Großenbrode. Er gewann fünf von sechs Wettfahrten, ein 10. Platz war sein Streichresultat. Ihm folgte sein Clubkollege Fabian Grundmann, der seine tolle Saison mit zwei Top-Ten-Ergebnissen bei der Raceboard-EM und der Raceboard-WM mit dem zweiten Platz abrundete. Knapp dahinter Toni Stadler vom RSC Chiemsee, der lediglich mit der fünften Wettfahrt haderte und die den Chiemseern möglicherweise den Sieg kostete.


Aus Sicht der großen Truppe vom Chiemsee war das Bundesligafinale und die Deutsche Jugendmeisterschaft über drei Tage eine gelungene Veranstaltung und für einen kleinen Verein wie den WSC Dümmersee eine gewaltige und erfolgreich bewältigte Aufgabe. Die Windverhältnisse waren ab dem zweiten Tag wie am Chiemsee, nur die Berge fehlten. Sollten wir einmal wieder eine nationale Veranstaltung durchführen, werden wir selbstverständlich für drei Tage Gleitwind bestellen.

Sebastian Stadler, Jugendleiter des RSC Chiemsee

21.05.2019 - Bericht - European Championship Raceboard 2019

Am 12. Mai, einem Freitag, reiste ich nach Hamburg, um dort an der alljährlich stattfindenden Hamburger Meisterschaft auf dem Oortkaatensee teilzunehmen. Diese Regatta, die ebenfalls Vorrundenregatta der Bundesliga ist, war mit mittleren Winden für mich ein guter Auftakt zur 2019 RACEBOARD JUNIOR EUROPEAN CHAMPIONSHIPS (RJEC), die von Montag, 15. Mai bis Samstag, 18. Mai in Tschechien und zwar auf der Talsperre Nové Mlýny in Mähren, stattfand.

Rainer Frohböse, vom Windsurfing Club Hamburg nahm mich und mein Material freundlicherweise mit, wir fuhren direkt nach der Siegerehrung in Hamburg los und erreichten, nach einer langen Fahrt durch die Nacht, um sieben Uhr am nächsten Morgen den Yacht-Club Dyje. Nachdem wir uns registriert hatten, ging ich sofort für ein Training bei über 20 Knoten auf den See. Den restlichen Tag nutzte ich zum Einstellen meines Materials. Am Abend stand dann die Eröffnungsfeier auf dem Programm. Es waren 79 Herren und 13 Damen aus 16 Nationen angereist.
Am Dienstag begann, so wie in der gesamten Woche, der Regattatag mit einem Skippers-Meeting um 10 Uhr. Dort wurde uns der Kurs erklärt, wir wurden über den Tagesplan informiert und es wurden offene Fragen geklärt. Bei gutem Wind von ca. 20 Knoten wurden sowohl am Dienstag, als auch am Mittwoch drei Wettfahrten ausgetragen. Ich konnte bereits am ersten Tag in der U23-Division in Führung gehen und lag auf dem 34. Platz der Overall-Wertung. Für Donnerstag war schon frühzeitig wenig Wind angekündigt, sodass sich die meisten auf einen Ruhetag ohne Starts einstellten. Die Wettfahrtleitung beobachtete bis 15 Uhr den nicht vorhandenen Wind und zog dann die Flaggen AP über Alpha, was bedeutet, dass den restlichen Tag keine Wettfahrten mehr stattfinden. Einige Teilnehmer hatten dies bereits geahnt und die auf einem Hügel über dem See liegende Burgruine, die wir die ganzen Tage vom Wasser aus sahen, besichtigt. Ich entspannte mich ein wenig und ging an diesem Tag früh ins Bett, denn für den nächsten Tag standen jetzt vier Wettfahrten an, da uns ein Tag fehlte. Bei anfangs wenig Wind, der nicht zum Gleiten reichte, segelten wir erst zwei Wettfahrten und nach einer zweistündigen Pause weitere zwei bei deutlich besseren Windbedingungen. Ich verlor an diesem Tag einige Plätze, aufgrund meines, im Vergleich zu den erwachsenen Windsurfern kleineren 8,5-qm-Segels, das mir in der Junior-Klasse vorgeschrieben ist. Auch der Abstand zu dem Zweitplatzierten in der U23-Wertung verringerte sich, da er ein Segel fuhr, das für wenig Wind besser geeignet ist - bei den Raceboards handelt es sich nicht um eine One-Design-Klasse. Daher wurde es zum letzten Tag noch einmal knapp. Uns trennten nun lediglich noch 17 Punkte und deutlich weniger Platzierungen, als nach den ersten beiden Tagen. Ich musste also die Konzentration behalten und durfte den Ungarn, BENEDEK JANCSO – HUN-207, nicht aus den Augen verlieren. Dies ist mir glücklicherweise gelungen und ich konnte einen auch für mich überraschenden Titel einfahren, schließlich war dies meine erste große Raceboard-Regatta. Am Abend wurden alle Sieger feierlich geehrt. Es gab drei „große“ Sieger: Herren sowie Damen overall und Junior overall. Für den jeweils ersten dieser drei Gruppen wurde die Nationalhymne des jeweiligen Landes gespielt und die Fahne gehisst, auch für mich, ein seltsames, unbeschreibliches Gefühl. Weitere Sieger in Untergruppen wurden etwas weniger aufwendig geehrt. Über Nacht fuhren wir dann wieder nach Hause, um  4:30 erreichte ich Berlin und mein Bett.


Insgesamt war es eine neue und großartige Erfahrung und wahrscheinlich auch ein Beleg dafür, dass das jahrelange Techno293-Training sich auszahlt ;).

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich bis hierhin unterstützt haben und hoffe, dass ich bei der Raceboard-Weltmeisterschaft im Juli, die im Rahmen der Warnemünder Woche ausgetragen wird, noch einmal auf dem Podium stehen werde und zwar im besten Fall wieder ganz oben.

 

Bericht von Felix Kupky

Eventwebseite: europeans2019.raceboard.org

Fotos: Patrik Pollak

09.05.2019 - Bericht - Pader-Cup 2019

Zum Saisonstart in der Vorrunde der Surfbundesliga und Nachwuchsbundesliga bot der Lippesee den 50 Startern aus dem gesamten Bundesgebiet an den beiden Tagen gute Surfbedingungen. Am Samstag wurden vom souveränen Wettfahrtleiter Thorsten Wöll vier Wettfahrten bei Sonne und starkem Wind, der allerdings tückische Winddrehern bis zu 180° hatte, gestartet, am Sonntag konnten zwei Wettfahrten bei mäßigem Wind gesurft werden.

Den Zuschauern wurde vor allem am Samstag toller Windsurfsport geboten. Neben vielen Positionskämpfen und vielen taktischen Finessen konnten rasante Raumschotritte mit Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h beobachtet werden. Ohne Stürze kam kaum ein Athlet bei ruppigen Boen bis zu 5bft aus. Am Sonntag musste dann der etwas schwächere Wind durch Pumpen unterstützt werden.

An der Spitze dominierten die Aktiven aus Großenbrode, die als „Fremdstarter“ in der Region West Punkte „rauben“ wollten. Allen voran der Gesamtsieger Andre Hartung, der alle Wettfahrten gewinnen konnte und überlegen Gesamtsieger wurde. Dahinter kämpften Fabian Grundmann und Robert Schulz , beide Grossenbrode, mit Fabian Aldinger und Markus Bouhier vom Surfclub Mainz. Philipp Oesterle von Just Windsurfing Paderborn, aber auch die Vereinskollegen Richard Sprenger und Heiner Homrighausen schaffen es immer wieder in diese Spitzengruppe hineinzusurfen.
Dahinter kämpften die heimischen Aktiven Florian Schwede, Carl Klein und Matthias Reimann vor allem mit Jenny Bender (Mainz) und Thomas Stolarski (Großenbrode)

Das Team Großenbrode1 (58Pkt) gewann am Ende knapp vor Mainz (62 Pkt) und Großenbrode2 (76 Pkt). Dahinter platzierten sich die Master von JWS-PB2 (90 Pkt) vor den Herren von JWS-PB1 (109 Pkt), mit etwas Abstand gefolgt von neun weiteren Teams.

Besonders erfreulich ist, dass in der Nachwuchsbundesliga endlich mit Elisabeth Sprenger und Niels Lücking wieder ein Team für Just Windsurfing Paderborn an den Start geht. Nach der dreijährigen Aufbauphase des Surfvereins, trägt die intensive Jugendarbeit nun Früchte.

Elisabeth Sprenger (U15), die auch letztes Jahr schon auf Regatten aktiv war, startete furios und konnte gleich in der ersten Wettfahrt bei Starkwind einen zweiten Platz erringen, danach schaffte sie hinter den zumeist älteren Startern konstant vierte Plätze. Niels Lücking kämpfte in seiner ersten Regatta bravourös und startete in allen Läufen. Insgesamt konnte er viel Erfahrungen sammeln und zeigte, dass er in den nächsten Wettkämpfen sich sicherlich weiter nach vorne arbeiten kann.
In der Teamwertung U15 mussten sich die Beiden als JWS-PB 5 (39 Pkt) knapp dem Team SC Mainz4 mit den Schwestern Mia und Lena Wäldin (34 Pkt) geschlagen geben.

In der Teamwertung U17 war SC Mainz3 mit Sebastian Bail und Julian Meckel alleine am Start.

Ein positives Resümee zog Teamcoach Matthias Reimann nach dem erfolgreichen Abschneiden: „Ich bin mit den Leistungen sehr zufrieden. Das Regattafeld war fast so gut besetzt wie die DM. Unsere beiden Teams haben gezeigt, dass sie auch in dieser Saison vorne mitmischen können. Besonders positiv ist die Entwicklung im BIC-Jugendbereich, wo endlich wieder ein eigenes Jugendteam aufgestellt werden konnte.“

Am kommenden Wochenende geht es auf dem Auesee in Wesel direkt weiter mit der zweiten Vorrundenregatta für die Qualifikation für das Bundesligafinale.